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Mittwoch, 7. März 2012

Aufrichtigkeit




Sri Swami Vishwananda:
"Ihr könnt die grösste Form von Liebe erwecken, die höchste Form von Hingabe. Alles hängt davon ab, wie aufrichtig Ihr seid, denn wenn Ihr nicht aufrichtig seid in dem, was Ihr wirklich innerlich wollt, dann könnt Ihr probieren so viel Ihr wollt, Ihr werdet es nicht erreichen. Sehr oft sagen Menschen: “Ich habe so lange meditiert, ich habe so viele Arten von Meditation gemacht aber dennoch fühle ich nichts." Das stimmt. Ihr könnt bis ans Ende der Welt gehen von Norden nach Süden, nach Osten und Westen, und werdet nichts fühlen, wenn Ihr es nicht hier - im Herzen - erkannt habt; wenn Ihr hier nicht aufrichtig seid, hat es keinen Zweck. Also bleibt dran, versucht es noch stärker und wisst, dass das Eine, nach dem Ihr sucht, hier, im Herz ist und an die Wand Eures Herzens klopft. Also öffnet es und lasst Ihn heraus. Lasst Ihn vollständig von Euch Besitz nehmen. Dann werdet Ihr sehen, dass das ganze Leben, was auch immer Ihr tut, eine Meditation ist. Es bedeutet nicht nur, sich hinzusetzen und den Geist und den Körper zu vergessen, doch alles, was Ihr tut, ist eine Form der Meditation und was immer Ihr macht, ist Gebet."
Auszug aus der Rede vom 2.4.2009


Dienstag, 6. März 2012



Sri Swami Vishwananda:

"Es ist nun Zeit, tief nach innen zu graben, um die Schönheit von dem, was Du im Inneren hast, heraus kommen zu lassen. Du wirst sehen, wenn Du einmal das gefunden hast, nach dem Du gesucht hast – nicht im Aussen sondern im Inneren - Du wirst sehen, wie leicht es ist, zu lieben. Dieses grosse Wort Liebe, nicht? Worüber ich immer spreche. Doch ich stelle mir sehr oft die Frage, wie viele Menschen wirklich verstehen, was wahre Liebe ist. Sicherlich habt Ihr alle im Leben diese wahre Liebe gefühlt. Und für Euch, die Ihr hier Platz genommen habt oder auf der Suche seid, gewiss, diese Göttliche Liebe ist erwacht. Also lasst beim Meditieren oder wenn Ihr singt oder betet Euern Geist und Euern Körper zusammen beten, so dass das, was Ihr in Euch habt, leuchtet."

Auszug aus der Rede vom 2.4.2009

Montag, 5. März 2012

Glück




Sri Swami Vishwananda:
"Kannst Du - nur für einen Moment – Deine Gedanken loslassen und Deinen Körper vergessen? Sei für einmal ehrlich: Ja oder nein? Es ist recht schwierig, weisst Du, denn die Identität, über die wir oft sprechen, ist meistens der Verstand oder der Körper. Sehr selten sprechen wir über das Selbst. Es kommt selten vor, dass wir darüber sprechen, wer wir in Wirklichkeit sind. Und doch ist das das Allerwichtigste. Wir meditieren, doch in dem Augenblick, wo Du aus der Meditation heraus kommst, beginnst Du, über die äussere Welt nachzudenken, nicht? Und was wir in ihr zu tun haben. Wir wollen glücklich sein, wir wollen nicht immer im Glück des Aussen verweilen, sondern im inneren Glück sein. Also müssen wir unser Bestes versuchen, dass alles, was wir tun, alles was wir sind, wirklich alles, der Weg ist, um mit sich selber glücklich zu sein. Wenn Du versuchst, das Glück ausserhalb zu finden, ohne innerlich glücklich zu sein, wenn Du nicht glücklich mit Dir selbst bist, dann kannst Du es vergessen."

Auszug aus der Rede vom 2.4.2009

Samstag, 3. März 2012

Das Ego




Sri Swami Vishwananda:

"Du fragst Dich: „Ist mein wahres Selbst nicht Gott Selbst?" Das stimmt. Dein wahres Selbst ist Gott und doch gibt es da einen Unterschied. Was wir Gott nennen - das Höchste Bewusstsein - hat kein Ego, aber noch sind wir an zwei Formen des Egos gebunden, das richtige Ego und das unrichtige Ego. Das richtige Ego ist das Ego, welches uns als das wahre Selbst wahrnimmt, das heisst, dass alles was wir sagen und tun, alle unsere Handlungen immer in der richtigen Einstellung des Dienens und zur Gottesverwirklichung oder Sebstverwirklichung ausgeführt werden. Und das unrichtige Ego ist das Ego, das immer etwas für sich selber will, wie “ich will ein Auto, ich will ein Haus, ich will dies und das,” das Wollen, das nie aufhört.
Es sind diese beiden Formen des Egos, mit welchen wir uns identifizieren, manchmal mit dem Ego des Außen, welches das unrichtige ist, manchmal mit dem inneren Ego, welches das richtige ist. Beides ist gut, bis Du weißt, wo Dein Ziel ist und was Du wirklich willst. Wenn Du in der Welt verankert bist, wird natürlich das unrichtige Ego seine Stellung beziehen aber wenn wir in der Spiritualität verankert sind, dann wirst Du Dich langsam vom unrichtigen zum richtigen bewegen. Das bringt Dich zu einer vollkommen anderen Sichtweise. So wie Du sagst: „Während dieser Fastenzeit lassen wir alles los.“ Doch die Hauptsache, von der wir uns trennen müssen ist dieses große ICH, das uns immer sagen lässt: „Ich bin dies und ich bin das.“


Auszug aus der Rede vom 2.4.2009




Freitag, 2. März 2012

Fastenzeit, 2.Teil



Sri Swami Vishwananda:
"Während des Fastens geschieht es, dass sich in unserem Kopf etwas verändert. Du wirst bemerken, dass die Menschen während des Fastens in sich viel ruhiger werden. Es ist nicht die Frucht, die wir essen, nicht, was wir trinken, es ist unsere Einstellung. Es ist das, worauf wir uns mit der festen Absicht und mit der Kraft, die wir uns selbst geben, programmiert haben. Das ist es, was alles stark macht.
Während der Fastenzeit gehst Du durch eine Reinigung Deines Geistes. Natürlich, wenn dem Körper reine Dinge gegeben werden, werden auch die Gedanken rein, denn es wird gesagt, dass der Verstand auch davon abhängt, was Du isst, was Du in Dich selbst hinein gibst. Du gibst etwas, sagen wir, etwas Negatives in Deinen Körper, erwartest Du dann, dass Dein Verstand positiv ist? Das ist recht schwierig. Und doch erwartest Du, dass Dein Leben nachher positiv ist. Das geschieht nicht. Deshalb hilft Dir diese Reinigung, positiv zu werden. Was immer Du tust, Du wirst mehr Dich selbst, indem Du entdeckst, wer Du in Wirklichkeit bist. Siehst Du, aus diesem Grund sagen die Schriften, dass man wenigsten einen Tag in der Woche fasten soll. Es ist nicht, um Gott zu gefallen, weisst Du. Du machst damit Deinem eigenen Selbst eine Freude."
Auszug aus der Rede vom 2.4.2009

Donnerstag, 1. März 2012

Fastenzeit

Sri Swami Vishwananda:

"Warum fasten wir? Warum ist fasten so wichtig? Gefällt das Gott? Macht es uns Freude? Einige Menschen fasten, weil sie sagen, es ist eine Zeit, wo sie vermehrt an Gott denken, mehr oder weniger. Und einige tun es, um Gewicht zu verlieren wie bei einer Diät. Beides sehen wir falsch, denn wenn wir fasten, was geschieht mit uns? Wir sagen: Ja, wir lassen gewisse Dinge los, aber nicht nur während der Fastenzeit müsst Ihr gewisse Dinge loslassen. Ihr müsst sie wirklich loslassen, nicht darüber nachdenken, nicht daran denken oder sich über das freuen, was nach dem Fasten sein wird. Nein, ich sagte es sehr oft, wie Ihr seht, sagen die Menschen, dass sie heute fasten, aber ihre Gedanken sind immer auf den nächsten Tag gerichtet: "Was werde ich essen, um das Fasten zu unterbrechen?" Das ist falsch, das ist nicht ein Fasten. Und wenn Ihr als Diät fastet, natürlich werdet Ihr an Gewicht verlieren. Aber wenn Ihr für das Selbst fastet, um es empor zu heben, das ist die Fastenzeit, die vor allem anderen steht und die in allen Religionen während der Feiertage gemeint ist. Ihr findet es nicht nur im Hinduismus, Ihr findet es im Christentum und in der Muslimischen Tradition, Ihr findet es überall, denn fasten ist sehr wichtig."

Auszug aus der Rede vom 2.4.2009

Dienstag, 28. Februar 2012

Meditation







Sri Swami Vishwananda:

"Ich würde gerne eine kleine, sehr einfache Meditation mit Euch machen.
Atme tief ein, und atme tief aus.
Jetzt, da Du ruhig bist, denke an den schönsten Moment in Deinem Leben. Denke an einen Moment, an dem Du sehr glücklich warst.
Jeder hatte schon einmal einen solchen Moment. Nicht nur jetzt, sondern auch als Du noch jünger warst.
Suche in Dir nur einen Moment aus, der Dich tief berührt hat und bei dem Du große Liebe und Freiheit gespürt hast.
Hole dieses tiefe Gefühl der Liebe in Dir, das Du in diesem Moment gespürt hast, zurück.
Fühle die gleiche Freude, die Du zu diesem Zeitpunkt erfahren hast. Fühle, wie glücklich Du bist. Lasse Dieses Gefühl in jeden Teil Deines Körpers fließen.
Und jetzt, lasse dieses Gefühl außerhalb Deines Körpers schwingen, überall. Teile es. Je mehr Du es teilst, desto stärker wirst Du werden.
Nimm einen tiefen Atemzug und atme OM ein.
Dann kannst Du deine Augen öffnen.
Die schönen Momente sind immer bei Euch, nicht wahr? Es ist hier – Liebe. Von allem Anfang an ist sie immer da. Oft vergessen wir die schönen Momente und halten an den negativen fest. Das heißt nicht, dass die schönen Momente verschwunden sind. Immer wenn Du Dich niedergeschlagen fühlst, erinnere Dich also an eine schöne Zeit und erinnere Dich daran, dass Du diese Liebe bist.
Du bist Gottes Liebe.
Jai Gurudev!"


Aus "Just Love 3", in Englisch erhältlich.